Dunbar-Syndrom

Einengungssyndrom Dunbar-Syndrom

Das Dunbar-Syndrom entsteht, wenn die Oberbaucharterie (Truncus coeliacus), die zur Leber und Milz zieht, am Abgangsbereich durch Bänder und entzündliches Gewebe eingeengt wird. Diese Strukturen müssen daher bei der Behandlung durchtrennt werden.


Derartige Einengungs- oder Kompressionsyndrome kommen auch an anderer Stelle vor, z.B. im Bereich der Nierenarterie mit Folge eines erhöhten Blutdrucks (renales Entrapment).

Lesen Sie dazu auch folgenden Beitrag aus meiner früheren Arbeitsstätte:

Kleine Schritte – große Wirkung


Das Dunbar-Syndrom hat keine typischen Symptome,  jeder Fall kann sich anders darstellen. Daher muss immer genau überlegt werden, ob das Dunbar-Syndrom tatsächlich für die Beschwerden der meist weiblichen Patientinnen verantwortlich ist.


Ganz wichtig ist daher der sorgfältige Ausschluss anderer Erkrankungen, die zu ähnlichen Beschwerden führen können. Dies erfolgt durch zusätzliche Diagnostik (u.a. Spiegelung Magen/Darm; Ultraschall vom Bauch; Nahrungsmitteltestung auf Unverträglichkeiten).


Wenn andere Erkrankungen als Ursache der Beschwerden ausgeschlossen wurden, ist die Indikation zur laparoskopischen Behandlung des Dunbar-Syndrom grundsätzlich gegeben.


In der Computertomografie ist die Verengung des Truncus coeliacus gut zu sehen:

Dunbar-Syndrom
Dunbar-Syndrom

Symptome des Dunbar-Syndroms:

  • Oberbauchschmerzen (nahrungsabhängig, lageabhängig, …)
  • Gewichtsabnahme
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall

Diagnostik des Dunbar-Syndroms

  • Gefäßultraschall (FKDS in In- und Exploration)
  • Schnittbilduntersuchung (MRA)
  • Umfeldiagnostik (u.a. Magenspiegelung, Darmspiegelung)
Dunbar-Syndrom Laparoskopische Durchtrennung des Lig. arcuatum
Dunbar-Syndrom Laparoskopische Durchtrennung des Lig. arcuatum

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