Thrombophlebitis

Die Thrombophlebitis wird auch oberflächliche Venenthrombose genannt. Aus dem Namen ergibt sich, dass neben der Venenentzündung (-phlebitis) auch eine Thrombose (Gerinnsel) im oberflächlichen Venensystem vorliegt. Die Gefahr der Thrombophlebitis ergibt sich aus dem Risiko, dass aus der oberflächlichen eine tiefe Venenthrombose werden kann. Daher ist jede Thrombophlebitis sonografisch abzuklären und ggf. wie eine tiefe Beinvenenthrombose zu behandeln.

Wenn die Thrombose oberflächliche Krampfadern betrifft (Varizen), sprechen wir von einer Varikothrombose. In diesen Fällen sollte ebenfalls die Antikoagulation erfolgen, gefolgt von einer  Sanierung der Varizen im symptomfreien Intervall. Ich empfehle hier vor der chirurgischen Therapie immer eine Wiederholung der Ultraschall-Untersuchung (FKDS).


Sonografische Kriterien, die eine Antikoagulation bei oberflächlichen Venenthrombose rechtfertigen:

  • Thrombuslänge größer als 5cm
  • Thrombusnähe weniger als 3cm zur Einmündung ins tiefe Venensystem

Basistherapie der oberflächlichen Venenthrombose:

  • Kühlung
  • Kompression
  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR, z.B. Ibuprofen)
  • Keine Bettruhe!

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