Varikosis Krampfaderleiden

Die Varize (Krampfader) ist eine erweiterte, in ihrer Funktion gestörte Vene, die sich als krumme geschlängelte Ader bemerkbar macht. Ursächlich ist eine vererbte Bindegewebsschwäche, bei der die Venenwand und -klappen geschwächt sind. Dadurch kommt es zum Blutstau in den Beinen.


Übergewicht, langes Stehen, Schwangerschaft und Bewegungsarmut begünstigen dieses Leiden, das geschätzt jeden zweiten Europäer im Alter zwischen 25 und 74 Jahren betrifft.


Neben der unschönen Optik bewirkt es Beinschwellungen, Muskelkrämpfe und kann im schlimmsten Fall zu einem sogenannten „offenen Bein“ führen.


Für die Behandlung gibt es grundsätzlich folgende Möglichkeiten:

  1. Tragen eines Kompressionsstrumpfs
  2. Invasive Verfahren (Venen-Operationen)

Ob bei Ihnen das Tragen eines Kompressionsstrumpfs sinnvoll und unbedenklich ist, erfordert neben der Überprüfung der Venen auch die Untersuchung der Arterien.


Zu den invasiven Therapien der Varikosis gehören u.a.:

  1. Stripping-Verfahren (Herausziehen der Vene)
  2. Radiofrequenztherapie (RFT)
  3. Laserbehandlung
  4. Sklerosierung (Verödung)

Alle Verfahren sind von der Effektivität bei richtiger Anwendung vergleichbar. Entscheidend ist hier die gründliche Ultraschall-Untersuchung der Varikosis, um das beste Verfahren auszuwählen.

Das Prinzip der RFT beruht daruf, dass die Vene von innen durch Verabreichung von Hitze so geschädigt wird, so dass ein kompletter Verschluß der Vene eintritt. Ähnlich funktioniert auch das Laserverfahren, während das Stripping ein operatives Herausziehen der erkrankten Vene bedeutet.


Bei dem Eingriff erfolgt gleichzeitig eine Behandlung der optisch sichtbaren Seitenastvarikosis sowie der Verschluß der nicht funktionsfähigen Verbindungsvene (Perforanasinsuffizienz) zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem.

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